Ergebnisse der Fragebogen-Auswertung

Im Rahmen des Projekts haben wir mit Hilfe der  IHK Firmen in der Příbramer Region angeschrieben und sie gebeten, einen von uns erstellten Fragebogen auszufüllen. Das Ziel der Umfrage war, den Arbeitsmarkt in der Region zu erkunden und eine Rückmeldung von den Firmen zu bekommen. Wir haben die Meinungen der Arbeitgeber in drei Bereichen (drei Teile des Fragebogens) ermittelt.
Bei den meisten Fragen gab es die Möglichkeit, mehrere Antworten zu geben, was die Prozentangaben beeinflusst hat.

1. Teil:

Fragen nach Kenntnissen und Fähigkeiten der Schulabsolventen, die die Firmen beschäftigen

2. Teil:

Bereitschaft der Firmen Praktikanten aufzunehmen

3. Teil:

Erfahrungen der Arbeitgeber mit Absolventen der Handelsakademien und anderer Wirtschaftsschulen
Es wurden insgesamt 300 Firmen angesprochen, 91 Fragebögen kamen ausgefüllt zurück
(31 %).  Durch die Auswertung der Umfrage sind wir zu folgenden Feststellungen gekommen.

1.Teil:

Die angesprochenen Firmen interessieren sich am meisten für Absolventen im Bereich Wirtschaft (39 Firmen, 41 %), Maschinenbau (24 Firmen, 26 %),  Elektrotechnik (17 Firmen, 18 %).
Am Arbeitsmarkt fehlen am meisten Absolventen im Bereich Maschinenbau (26 Firmen, 28 %), Elektrotechnik 21 Firmen, 22 %) und Wirtschaft (14 Firmen, 15 %).
Die Firmen beschäftigen vorwiegend Mitarbeiter mit Schulausbildung Sekundarstufe 2 (74 Firmen, 79 %) und bevorzugen Mitarbeiter mit Berufserfahrung (68 Firmen, 72 %).
Die Firmen gewinnen ihre Mitarbeiter durch Empfehlung Dritter (46 Firmen, 49 %), durch Arbeitsamt oder andere Arbeitsvermittler (35 Firmen, 37 %) und durch Stellenangebote in den Medien (29 Firmen, 31 %).
Den Schulabgängern fehlen nicht nur praktische Erfahrungen (63Firmen, 66 %), sondern auch berufliche Fertigkeiten (29 Firmen, 31 %).
Die Firmen vermissen bei den Schulabgängern vor allem Selbstständigkeit (41 Firmen, 44 %), weiter auch Kommunikationsfähigkeiten (24 Firmen, 26 %) und fachliche Fertigkeiten (23 Firmen, 24 %).
Die Firmen schätzen am meisten fachliche Fertigkeiten (42 Firmen, 45 %), Selbstständigkeit (39 Firmen, 41 %) und schnelle Adaptierung im Arbeitsprozess (29 Firmen, 31 %).
Als wichtige Sprachkenntnisse, die die Schulabgänger haben sollten, nennen die Firmen normale Gesprächsführung (38 Firmen, 40 %) und Leseverständnis und einfache Konversation (27 Firmen, 29 %).
Als wichtige EDV-Kenntnisse werden genannt: Grundkenntnisse (50 Firmen, 53 %) und Bedienung von speziellen Computerprogrammen (40 Firmen, 43 %).

2.Teil:

58 Firmen (62 %) sind bereit, Auszubildende im Schulpraktikum aufzunehmen, 31 Firmen (33 %) nur selten. Die Firmen, die bereit sind, Praktikanten aufzunehmen, bevorzugen folgende Bereiche: Wirtschaft (45 Firmen, 52 %), Maschinenbau (18 Firmen, 21 %) und Elektrotechnik (17 Firmen, 20 %).
Am besten würde den Firmen die Praktikumsdauer von einer ganzen Woche (35 Firmen, 40 %) oder zwei ganzen Wochen (27 Firmen, 31 %) passen.
Nur 21 Firmen (22 %) sind bereit, ausländische Praktikanten aufzunehmen, selten 23 Firmen (26 %).
Die Firmen, die bereit sind, ausländische Praktikanten aufzunehmen, bevorzugen Praktikanten aus der Slowakei (29 Firmen, 64 %) und aus englischsprachigen Ländern (28 Firmen, 62 %).

3.Teil

Absolventen der Wirtschaftsschulen beschäftigen 33 Firmen (36 %), 31 Firmen (30 %) selten, 30 Firmen beschäftigen keine. 40 (63 %) der Firmen, die Absolventen der Wirtschaftsschulen beschäftigen, meinen, dass die  Absolventen ausreichende Fachkenntnisse haben.
Mehr als ein Drittel der Firmen, die Fachkenntnisse der Absolventen beurteilt haben (55 Firmen), findet, dass sich das Kenntnisniveau der Absolventen von Handelsakademien und anderen Wirtschaftsschulen voneinander unterscheiden (21Firmen, 38 %).
Eine Hälfte dieser Firmen ist der Meinung, dass Absolventen der Handelsakademien ausreichende Fach- und Fremdsprachenkenntnisse haben (28 Firmen).
54 Firmen (79 %) finden, dass Schulabsolventen bereit sind, sich weiterzubilden. (Diese Frage haben insgesamt 67 Firmen beantwortet.)

Zusammenfassung Pribram

Aus dem ersten Teil des Fragebogens geht überraschend hervor, dass die Firmen sich am meisten für Absolventen der Wirtschaftsschulen interessieren. Der Grund dafür ist wahrscheinlich darin zu suchen, dass jede Firma Arbeitnehmer beschäftigt, die Bürotätigkeiten ausüben. An zweiter Stelle steht die Nachfrage nach Fachleuten im Bereich Maschinenbau, an dritter im Bereich Elektrotechnik. Auf die Frage, welche Fachleute sie auf dem Arbeitsmarkt am meisten vermissen, haben die Firmen Absolventen in den Bereichen Maschinenbau und Elektrotechnik genannt, was der Situation im ganzen Land entspricht.
Im zweiten Teil des Fragebogens hat man ermittelt, ob die Firmen bereit sind, Praktikanten aufzunehmen.  Die meisten Firmen sind dazu bereit, nur einige Firmen lehnen das ab. Bei den Letztgenannten handelt es sich meistens um Einzelunternehmen, in denen der Inhaber der einzige Mitarbeiter ist. Für unsere Schule war es wichtig zu erfahren, ob die Firmen auch ausländische Praktikanten aufnehmen würden, weil wir Austauschpraktika mit ausländischen Schulen organisieren. Die Umfrage hat gezeigt, dass nur ein Viertel der angesprochenen Firmen dazu bereit wäre.
Im dritten Teil wurde untersucht, wie die Firmen das Kenntnisniveau der Absolventen von Handelsakademien und anderen Wirtschaftsschulen einschätzen. In dieser Hinsicht hat uns erfreut, dass die meisten Firmen die Absolventen der Handelsakademien denen der anderen Wirtschaftsschulen vorziehen.

 

Die Ergebnisse der Umfrage bei Unternehmen des Kreises können Sie hier als PDF downloaden:

Statistik als PDF herunterladen